Männerchor „Orpheus“ Anrath – Benefizkonzert
Großer Applaus und Zugabeforderungen – das schöne Ergebnis konnten die Chöre beim Internationalen Benefizkonzert in der voll besetzten Josefshalle in Anrath erleben. Über 200 Sängerinnen und Sänger standen auf der Bühne. Gastgeber dieses Konzertes zugunsten der Stiftung des Chorverbandes Nordrhein-Westfalen war der Meisterchor „Orpheus“ Anrath. Unter den Ehrengästen konnte Vorsitzender Josef Schmidt unter anderem Vize-Bürgermeister Hans Kothen, den Präsidenten des Chorverbandes, Hermann Otto, und den Sängerkreisvorsitzenden Hans Theo Ohlenforst begrüßen.
Den Auftakt des sehr leistungsstarken und abwechslungsreichen Konzertes machte der Mannenkoor „Excelsior“ Tegelen. „Orpheus“ ist mit dem niederländischen Chor seit mehr als einem Jahrzehnt eng befreundet. Die gut 60 Männer besorgten mit Spirituals und volkstümlichen Liedern einen hervorragenden Einstieg. Als ausgezeichneter Solist präsentierte sich beim Negro Spiritual „Nobody knows“ deren Chorleiter Ben Benders.
Junge frische Stimmen präsentierten sich mit dem Knabenchor der Chorakademie Kempen. Der von Klaus Peter Jamin geleitete Chor will am 31. Mai beim Meisterchorsingen den ersten Meisterchortitel holen. In Anrath zeigten sich die 40 jungen Männer im Alter von 8 bis 26 Jahren in guter Verfassung. Gleiches gilt für den Gemischten Chor „Cantilena ad libitum“ aus Krefeld, auch dieser Konzertchor nimmt erstmals an dem Leistungssingen teil. Zum fünften Mal wird es der Willicher Singkreis versuchen, der die Meisterchorwerke unter dem Dirigat von Andreas Cavelius vortrug. Bei „Chattanooga Choo Choo“, ein Ausschnitt aus dem Programm für den Zuucalmaglio-Volkslieder-Wettbewerb, an dem der Chor am 8. Juni teilnimmt, führte Jamin das Dirigat. Mit einer ansprechenden Choregraphie wusste die Damen hierbei nicht nur musikalisch gut zu gefallen.
Stimmgewaltig und ebenso einfühlsam der Auftritt des Eurochores „Orpheus“/Excelsior“. Knapp 100 Sänger dokumentierten eindrucksvoll die Klasse des grenzüberschreitenden Gemeinschaftschores mit den Werken „Pa fjället i sol“ – ein Lied in den Bergen – und bei Heinrich Sutermeisters „Schilflieder“.
Das Finale bestritt Gastgeber „“Orpheus“. Neuland beschritten Klaus Peter Jamin und „Orpheus“ nach zwei Volksliedern von Silcher und Neumannt: „Party Rock“ – für vierstimmigen Männerchor und Band präsentierten sie locker, wofür sie mit Thomas Michaelis von der Gruppe „Die Sechszylinder“ eine gelungene Choreographie einstudierten. Das Publikum bekam das Programm exclusiv zu hören, dass der MCO eigentlich auch beim Volksliederwettbewerb im Juni vortragen wollte. Weil der Chorverband den Veranstaltungstermin verschob können allerdings viele Sänger nicht und deshalb musste der Chor absagen. Aber im nächsten Jahr will man versuchen, den fünften Titel „Volskliederleistungschor“ zu holen.
Lob für die hervorragenden Leistungen gab es zum Schluss aus höchst berufenem Mund: Chorverbandspräsident Hermann Otto gratulierte den Akteuren zu dem glänzenden Konzert, das beste Werbung für den Chorgesang gewesen sei.
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